Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Weseranpassung

Das Land Niedersachsen und die Freie Hansestadt Bremen haben im Jahr 2000 beim damaligen Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) die Anpassung der Außen- und Unterweser [Weseranpassung] an die Entwicklungen im Schiffsverkehr beantragt.

Luftaufnahme des Containerterminals Bremerhven von Süden (Höhe Kaiserschleuse) Containerterminal Bremerhaven

Unter dem Oberbegriff Weseranpassung sind 3 Vorhaben zusammengefasst:

  • Anpassung der Außenweser mit Anpassung der hafenbezogenen Wendestelle
  • Anpassung der Unterweser zwischen Bremerhaven und Brake
  • Anpassung der Unterweser zwischen Brake und Bremen

Ziel der Anpassung der Außenweser mit Anpassung der hafenbezogenen Wendestelle ist die tideunabhängige Erreichbarkeit des Containerterminals Bremerhaven für Großcontainerschiffe mit einem Abladetiefgang von 13,50m sowie die Zulassung von Begegnungsverkehren von Post-Panmax-Schiffen mit Panmax-Schiffen in der äußeren Außenweser zur Reduzierung von Wartezeiten. Derzeit kann der Containerterminal Bremerhaven tideunabhängig nur von Schiffen mit einem Abladetiefgang von maximal 12,80m (Panmax-Typ) bzw. 12,50m (Post-Panmax-Typ) angelaufen werden.

Ziel der Anpassung der Unterweser zwischen Bremerhaven und Brake ist die tideabhängige Erreichbarkeit des Hafens Brake für Schiffe mit einem Abladetiefgang von 12,80m. Die derzeitige tideabhängige Erreichbarkeit des Hafens Brake ist auf Schiffe mit einem Abladetiefgang von maximal 11,90m beschränkt.

Ziel der Anpassung der Unterweser zwischen Brake und Bremen ist die tideabhängige Erreichbarkeit des Hafens Bremen für Schiffe mit einem Abladetiefgang von 11,10m. Die derzeitige tideabhängige Erreichbarkeit des Hafens Bremen ist auf Schiffe mit einem Abladetiefgang von maximal 10,70m.

Die Vorhaben wurden 2011 planfestgestellt.

Eine gegen den Planfeststellungsbeschluss gerichtete Klage wurde 2016 durch das Bundesverwaltungsgericht dahingehend entschieden, dass der Planfeststellungsbeschluss rechtswidrig und nicht vollziehbar ist.

Die vom Bundesverwaltungsgericht aufgezeigten materiellen Rechtsverstöße können durch ein ergänzendes Verfahren behoben werden.

Das Bundesverkehrsministerium hat daraufhin entschieden, das Vorhaben Unterweser Süd zurückzustellen und das Planergänzungsverfahren nur für die Vorhaben Unterweser Nord und Außenweser durchzuführen.

www.weseranpassung.de (Stand: veraltet; Aktualisierung folgt und wird von Portal Tideweser ersetzt)