Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Der Nord-Ostsee-Kanal

Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) ist die meist befahrene künstliche Seeschifffahrtsstraße der Welt. Europaweit gilt er als eine der wichtigsten Verkehrsadern und ist deshalb Bestandteil des Kernnetzes des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) der EU. Wirtschaftlich spielt der NOK für ganz Schleswig-Holstein, die Metropole Hamburg und für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Seehäfen eine bedeutende Rolle. Er ist ein wichtiges Bindeglied in der weltweiten Logistikkette, so dass auch die Häfen der EU-Ostsee-Anrainer von der Zuverlässigkeit und Sicherheit des Kanals profitieren. Der NOK erspart Schiffen einen Umweg von im Schnitt 460 Kilometern auf dem Weg von der Nord- in die Ostsee und umgekehrt. Das spart nicht nur Zeit, sondern vor allem teuren Treibstoff.

Die Transportmenge auf dem NOK hat sich seit Ende der 1990er Jahre mehr als verdoppelt. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der größeren Schiffe verdreifacht, mit weiter steigender Tendenz. Der Kanal soll den steigenden Anforderungen der weltweiten Schifffahrt angepasst werden, mit dem Ziel, auch künftig leistungs- und wettbewerbsfähig zu sein.

Wegevorteile durch den NOK

Wegevorteile durch den NOK


Die Schleusen in Brunsbüttel

Die Schleusen in Brunsbüttel gleichen den unterschiedlichen Wasserstand zwischen der Elbe und dem Nord-Ostsee-Kanal aus und heben oder senken die Schiffe jeweils auf das erforderliche Wasserniveau an, beziehungsweise ab. Es gibt eine Kleine und eine Große Schleuse mit jeweils zwei Schleusenkammern. Wenn es dort zu Störungen oder gar Sperrungen kommt, hat das enorme wirtschaftliche Auswirkungen für die betroffene Schifffahrt sowie alle beteiligten Logistikunternehmen.