Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Projekt tibass - Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Pflanzenmerkmalen und Standortfaktoren


Logo tibass

Projektziel

Die BfG hat im Herbst 2015 das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „tidal bank science and services“ (tibass) initiiert, mit dem Ziel, einen Forschungsbeitrag für eine naturnahe Uferentwicklung im Rahmen der wasserwirtschaftlichen Unterhaltungsaufgaben der WSV an gezeitenbeeinflussten Bundeswasserstraßen zu erbringen. In diesem Projekt werden zentral die Wechselwirkungen zwischen Pflanzenmerkmalen, Sedimentation und Hydrodynamik (Wellen, Strömungsgeschwindigkeiten) an Ufern der Tideelbe in Kooperation mit der Uni Oldenburg und der Uni Antwerpen untersucht (zwei Doktorarbeiten, Laufzeit 2015-2018). Aus den Ergebnissen werden Bemessungskriterien für die Wellenreduktionsleistung naturnaher Ufervegetation abgeleitet. Mit diesem Wissen werden Empfehlungen ausgesprochen, unter welchen Rahmenbedingungen sich ein natürlicher Uferschutz im Ästuar entwickeln kann und wo seine Grenzen liegen.

Prinzipskizze Hypothesen des Projekts Abbildung 1: Hypothesen des Projekts


Untersuchungsgegenstand

An den Standorten Hollerwettern, Krautsand und Balje werden seit 2016 Strömungs- und Wellenmessgeräte auf der freien Wattfläche, wie auch in den Pionierröhricht- und Schilfgürteln installiert und Pflanzenmerkmale im Detail untersucht. Im Sommer 2017 wurden Drohnenbefliegung an den drei Standorten durchgeführt. Auf Grundlage dieser Daten wird geprüft, in wieweit die Wellenreduktionsleistungen durch Röhrichte entlang des Ufers abgebildet werden kann.

Schwerpunkte:

  • Saisonale Veränderung von Pflanzenmerkmalen und Standortfaktoren
  • Wechselwirkungen zwischen Pflanzenmerkmalen und Standortfaktoren
  • Reduzierung der Schiffswellen durch Röhrichte

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier

Übersichtskarte mit eingezeichneten Positionen der drei Untersuchungsflächen Abbildung 2: Lage der Untersuchungsflächen



Partner:

Bundesanstalt für Gewässerkunde

University of Antwerpen, Ecosystem Management Research Group (Ecobe)

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Institut für Biologie und Umweltwissenschaften