Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Ausbau der Oststrecke des NOK

Steigender Schiffsverkehr und zunehmende Schiffsgrößen stellen den Nord-Ostsee-Kanal vor große Herausforderungen. Insbesondere der Bereich der Oststrecke zwischen den Weichen Königsförde und dem Binnenhafen Holtenau, hat sich für den Schiffsverkehr zu einem Flaschenhals entwickelt.

Nach gründlichen Voruntersuchungen wurde eine Lösung gefunden, mit der ein größtmöglicher Nutzen für die Schifffahrt erzielt und Eingriffe in Natur und Landschaft minimiert werden.

Vorgesehen sind die Verbreiterung des Kanals im Bereich dieser Oststrecke und die Abflachung der engen Kurven. Konkret heißt das, auf ca. 11 km wird die Kanalböschung ausgebaut und im Bereich der Oststrecke wird der Nord-Ostsee-Kanal auf eine Mindestsohlbreite von 70 m erweitert. Eine Anpassung der Wassertiefe soll zunächst nicht vorgenommen werden. Allerdings wird eine solche Vertiefung derzeit geprüft (siehe „Vertiefung NOK“ ).

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Abschnitten können den Planfeststellungsunterlagen (Erläuterungsbericht, Pläne) entnommen werden.

SchemaZielvariante

Abb.: Schematische Darstellung Ausbau der NOK-Oststrecke

 

Mit der Auslegung des Planfeststellungsbeschlusses Anfang 2014 erhielt die Planungsgruppe beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau den Auftrag die Planungen für den Bauabschnitt zwischen Großkönigsförde und Groß Nordsee abzuschließen und vorbereitende Maßnahmen durch zu führen.

Die Baustelleneinrichtungsfläche Flemhude ist eine notwendige Voraussetzung für den Ausbau der Oststrecke. Sie dient zur Zwischenlagerung von Boden und Baustoffen wie zum Beispiel Wasserbausteinen. Weiterhin dient sie zur Ausschleusung von Böden, die nicht auf landwirtschaftlichen Flächen abgelagert werden können.

Die Baumaßnahme zur Herrichtung der Fläche mit einem entsprechenden Hafen wurden im August 2016 erfolgreich abgeschlossen. Die Baukosten betrugen ca. 7 Mio. €.

 

Die Ausschreibung für den Ausbau des Streckenabschnitts Großkönigsförde bis Groß Nordsee wird in 2019 europaweit veröffentlicht. Die Maßnahme wird ein Gesamtvolumen von ca. 65 Mio. € haben. Bis zum Baubeginn müssen die vorbereitenden Maßnahmen abgeschlossen sein. Hierzu zählen

  • die Suche nach Kampfmitteln
  • das Umlegen von Leitungen
  • der Bau einer Baustraße von der Kreisstraße 92 um die Baustelle ohne Belastung der benachbarten Gemeinden zu erschließen; Kosten ca. 1,5 Mio. €; Bauzeit 2017
  • die Anpassung des Ortsendes von Großkönigsförde und diverser Straßen zum Kanal; Kosten ca. 1 Mio. €; Bauzeit 2019
  • Start des Monitorings für die Ablagerung von Boden in der Ostsee; Kosten ca. 4,5 Mio. €; Start 2. Quartal 2017

Nach Abschluss der Arbeiten im Bereich Großkönigsförde bis Groß-Nordsee werden die weiteren Bauabschnitte in Angriff genommen.